13.04.2017
20 Jahre TAUWERK Berlin

C778dIQXQAAw8EM Am 26.3.2017 konnten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gemeinsam mit Vereinsmitgliedern und Kooperationspartnern auf das 20jährige Bestehen des Hospizdienstes zurückblicken. Bei der Feier, die vom Pressesprecher der Deutschen AIDS-Hilfe, Holger Wicht moderiert und von Tim Fischer und Rainer Bielfeldt musikalisch gestaltet wurde, machten zunächst Sr. Michaela Bank, Dr. Christel Weiler und Sr. M. Hannelore als geschäftsführende Vorstandsmitglieder in einem spirituellen Impuls deutlich, was es für den Hospizdienst bedeutet, den Menschen in seiner jeweiligen Einzigartigkeit in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen.

Anschließend schilderte einer der Ehrenamtlichen, Br. Antonius Mattulat OFS, wie er als pflegender Angehöriger seines Partners die Arbeit des TAUWERK erlebt hat. Die anfängliche Skepsis wich der Erfahrung verläßlicher Hilfe, was ihn nach dem Tod seines Mannes motivierte, sich selbst als Hospizhelfer im Team der derzeit 34 Ehrenamtlichen zu engagieren.

Selbstkritische wie auch ermutigende Worte über die AIDS-Hospizarbeit als Ausdruck von CARITAS fand die Diözesancaritasdirektorin Prof. Dr. Ulrike Kostka und nahm dabei das Spannungsfeld in den Blick, in dem sich kirchliches Engagement und die Lebenswelt vieler Betroffenen befinden.

Sr. M. Hiltrud und die Münsteraner Traditionsfigur des "Kiepenkerl" (verkörpert von Lothar Huesmann)

Sr. M. Hiltrud und die Münsteraner Traditionsfigur des „Kiepenkerl“ (verkörpert von Lothar Huesmann)

Sr. M. Hiltrud überbrachte Glückwünsche der Ordensleitung der Franziskanerinnen aus Münster. Sie wurde vom “Kiepenkerl” begleitet. Dieser brachte in der Kiepe, die er auf dem Rücken trug, die Anträge von Sr. M. Hannelore und Sr. M. Juvenalis aus dem Jahr 1991 mit, die schließlich zur Gründung des Hospizdienstes führten. Er hatte auch einen Zusammenschnitt verschiedener Videosequenzen dabei, durch die den Anwesenden nochmals in Bild und Ton Erfahrungen aus den 20 Jahren vor Augen gestellt wurde.

Mit der kleinen Broschüre “Letzte Hilfe”, die Katharina Wönne, Sr. Hannelore und Sr. Juvenalis dann der Kiepe entnehmen konnten, bedankten sich die drei als hauptamtliche Mitarbeiterinnen und in Vertretung des Vorstandes bei jedem der Gäste für die Unterstützung, die sie in der Arbeit des Dienstes immer wieder erfahren.

Beim abschließenden Buffet bot sich Gelegenheit zu vielen Begegnungen und Gesprächen, durch die das Fest in gemütlicher Atmosphäre seinen Abschluss fand.

(Copyright für alle Fotos der Feier: Walter Wetzler)