Abschied von der „Borrofamilie“

Ein internationaler Dank

Wir sagen DANKE!

Wir – das ist eine Gruppe von 12 indischen und zwei afrikanischen Priestern, die im Mutterhaus der Franziskanerinnen in Münster „Unterschlupf“ gefunden haben, um sich erfolgreich auf die Sprachprüfung B2 und den Einsatz in einer Pfarrgemeinde im Bistum Münster vorzubereiten. Unser bisheriges Domizil, das Borromäum, konnte uns wegen der Bauarbeiten keine Räume zur Verfügung stellen.

Schnell fühlten wir uns heimisch, von allen wurden wir herzlich willkommen geheißen, wir waren  quasi Bestandteil des Klosterlebens. Die MitarbeiterInnen der Küche und des Refektoriums waren immer um unser leibliches Wohl besorgt, sei es beim Mittagessen oder beim Kaffeetrinken.

Die Schwestern hatten immer ein offenes Ohr für uns. Schwester M. Raphaelis zeigte uns die Bibliothek, die selbstverständlich auch uns zur Verfügung stand und lud uns ein, dass liebevoll gestaltete Museum zu besuchen. So konnten wir einen Einblick in das weltweite Leben der Franziskanerinnen gewinnen.

Nach 10 Wochen heißt es nun leider Abschied nehmen, wir haben uns wohl gefühlt, fühlten uns geborgen und gut aufgehoben.

 

alle Priester der Gruppen und ihre Begleitung

20.10.2018
Geteilte Fußballfreude

Am 20. Oktober 2018 führte unser Weg in die Arena auf Schalke, dem Heimatstadion des FC Schalke 04. Unsere Fußballbegeisterung wurde mit zwei weiteren Franziskanerinnen aus dem Benin geteilt. Die Schwestern unterhalten im Benin Schulen und waren im Heimaturlaub. Für die Werder Bremen Fans unter uns war dann die Freude nach dem Spiel besonders groß, denn Bremen gewann diese Begegnung glücklich mit 2:0.

18.10.2018
Apfelernte im „Damiano“

09.10.2018
Besuch der Hildegardisschule in unserem Mutterhaus

Zu Besuch bei uns war jüngst die Hildegardisschule auch Münster, um sich einen Einblick in einen modernen Großküchenbetrieb zu verschaffen, wie er auch hier bei uns im Mutterhaus anzutreffen ist. Zwei Schülerinnen haben hierzu einen Bericht verfasst, den wir Ihnen nicht vorenthalten möchten. Viel Spaß beim Lesen!

 

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Ernährungs- und Versorgungsmanagement, waren zu Besuch im Mutterhaus der Franziskanerinnen. Unser Ziel war es, einen Einblick in einen Betrieb des Berufsfeldes zu bekommen. Unser Interesse galt also der Großküche und der hauswirtschaftlichen Versorgung.
In Begleitung unserer Lehrerinnen Frau Faltin und Frau Höltje machten wir uns auf den Weg und wurden von Frau Gödde, der Hauswirtschaftsleitung und Schwester Diethilde, einer früheren Lehrerin und Leiterin des Ordens sehr herzlich empfangen. Gleich bei der Begrüßung bekamen wir einen kurzen, aber sehr spannenden Einblick in das internationale Netzwerk des Ordens und die damit verbundene Vielfalt des Lebens im Mutterhaus.
Dann ging es zum Rundgang. Am Anfang stand der Bereich Catering. Hier wurden uns die professionell ausgestatteten Theken für das Angebot an warmen und kalten Speisen, Salaten, Desserts und Getränken gezeigt und Hygienegrundsätze erklärt. Da in einem der Speisenräume gerade ein 80. Geburtstag gefeiert wurde, haben wir – sehr zur Freude der Schwester – ein Geburtstagslied gesungen und ihr gratuliert!


In der Großküche konnten wir bei der Zubereitung des Mittagessens zusehen und bekamen die Abläufe genau erklärt. Anschließend spendierte uns Schwester Diethilde, die uns auf dem Rundgang begleitete, ein leckeres Eis! Gut fanden wir, wie der Fußboden gereinigt wurde; nämlich mit einer Methode, die hygienisch und gleichzeitig auch richtig kräfteschonend ist. Und dass auch großer Wert auf eine gute und persönliche Versorgung gelegt wird, konnten wir im Wäschebereich sehen. Die Schwestern sollen sich „zu Hause“ fühlen, deshalb werden im Nähzimmer sogar ihre Taschentücher gebügelt, gefaltet und in die Fächer einsortiert.
Auch das neue Schließsystem lernten wir kennen. Es ist digital und Lieferanten können in einem bestimmten Zeitraum den Wareneingangsbereich selbstständig und unabhängig aufschließen und die georderten Waren deponieren!
Abschließend führte uns der Rundgang in die große Kirche, wo uns Schwester Diethilde einige Grundsätze ihres Ordens erklärte und uns auf die Besonderheiten einer Klosterkirche aufmerksam machte. Am Ende gab sie uns einen Satz aus den Erfahrungen ihres eigenen Lebens mit auf den Weg: „Das Wichtigste im Leben ist, dass man an sich selbst glaubt. Denn nur so kann man seine eigenen Ziele und Träume verwirklichen.“ Das hat uns sehr bewegt und wird uns immer an Schwester Diethilde und unseren Besuch im Mutterhaus erinnern!
Nach dem gemeinsamen Abschiedsfoto vor der Kirchentür bedankten wir uns herzlich für die lehrreiche und beeindruckende Führung. Allen Schülerinnen und Schülern der Klasse war es wichtig, sich persönlich von Schwester Diethilde zu verabschieden. Es war eine tolle Erfahrung für uns!


Linda Sedlag und Kausar Semmo(BFE), 30.09.2018